28 – Ein Kapitel, das jeder überschlagen kann, der von der Beschäftigung mit Gedanken keine besondere Meinung hat (111-114)

Ulrich arbeitet zu Hause – seine Gedanken schweifen aber ab – Über das Denken – Betrachtung über den Zustand des aktiven Denkens und dem Ergebnis, dem Gedachten – Ulrich denkt über Wasser nach, weil gerade ein Formel zur Zustandsgleichung aufgeschrieben hatte

Darum ist das Denken, solange es nicht fertig ist, eigentlich ein ganz jämmerlicher Zustand, ähnlich einer Kolik sämtlicher Gehirnwindungen, und wenn es fertig ist, hat es schon nicht mehr die Form des Gedankens, in der man es erlebt, sonder bereits die des Gedachten, und das ist leider eine unpersönliche, denn der Gedanke ist dann nach außen gewandt und für die Mitteilung an die Welt hergerichtet. (112)

Mein Linguistikprof hätte jetzt wohl gesagt: „Da begibt sich einer in die Niederungen der Metaphysik“. Kleiner, feiner Text über’s Denken.

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