29 – Erklärung und Unterbrechung eines normalen Bewußtseinszustandes (114-117)

Bonadea bei Ulrich – fühlt sich missbraucht – hat ihrem Mann von Ulrich erzählt, natürlich nicht, dass er ihr Liebhaber ist – macht Ulrich lauter Vorwürfe – Theorie eines „zweiten Bewußtseinzustandes“ = „alle Äußerungen des Innen sind heute solche rasch wieder aufgelöste Inseln“ – seine Gedanken schweifen hin und her – Bonadea ’sitzt er aus‘ – Ulrich vergleicht sich mit Walter – Walter ist auf alle Fälle gefühlvoller, sensibler – Theorie: jeder sendet Gedanken aus, aber nur die, die auf Resonanz treffen, strahlen zurück, wenn man es also nur mit mittelmäßigen Menschen zu tun hat, werden auch nur die mittelmäßigen reflektiert

Aber Walter hatte immer ein ganze besondere Fähigkeit besessen, heftig zu erleben. Er kam nie zu dem, was erwollte, weil er so viel empfand. Er schien einen sehr melodischen Schallverstärker für das kleine Glück und Unglück in sich zu tragen. Er gab stets kleine Gefühlsmünze in Gold und Silber aus, während Ulrich mehr im großen operierte, mit Gedankenschecks sozusagen, auf denen gewaltige Ziffern standen; aber schließlich war das nur Papier. (116)

Ulrich geht mit Bonadea zwar gern ins Bett, aber mit dem Davor und dem Danach hat er nicht soviel am Hut. Also macht er sich verschiedene Gedanken, während sie sich wieder ankleidet (und sich Zeit dabei lässt). Ulrich kommt also zur Erkenntnis, das er nicht so ‚gefühlig‘ ist wie Walter und dass eben große Gedanken auf ein entsprechendes Umfeld treffen müssen, sonst wird nix daraus. So unrecht hat er damit nicht.

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