70 – Clarisse besucht Ulrich, um ihm eine Geschichte zu erzählen (291-295)

Clarisse’s Vater war ein bekannter Maler – besucht Ulrich im Auftrag des Vaters, ob Ulrich nicht ein paar Kunden … – ihre These: ein Maler ist eine Art Schönheitsarzt – sie will ihm etwas erzählte, verzettelt sich aber – Ulrich kommt nicht mit – erzählt umständlich vom Besuch der Familie bei ein Adeligen auf einem Schloss – da soll sich der Papa in die Tochter des Hauses etwas verguckt haben – es kommt zu einem nächtlichen Besuch bei Clarisse vom Vater – sie deutet einen versuchten sexuellen Missbrauch durch den Vater an – sie kommt am Schluss nochmals zur Eingangsfrage des Vaters zurück, bittet Ulrich zu helfen

Papa malte altmodisch-musikalisch, wie er es noch heute tut, braune Soße mit Pfauenschwänzen. (292)

Auch wenn meine erste Lektüre schon einige Zeit zurückliegt – ich kann mich echt an vieles erinnern. An dieses Kapitel definitiv nicht.

Äußerst umständlich erzählt Clarisse, ohne einen wirklichen Anlass von etwas, was man heute sicher versuchter sexueller Missbrauch zu recht nennen würde. Da verliert der Vater, der gerade übermäßig mit sich beschäftigt ist, die Distanz und bedrängt die Tochter. Ich habe zwar eine Ahnung, warum das Thema sein könnte – denn es wird noch zu einer anderen Paarung kommen, die die Gesellschaft nicht goutiert – dennoch steht dieses Kapitel wie eine einsame Insel da. Jetzt bin ich gespannt, wie sich das einbinden wird.

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